Zahnärztin und Fachzahnärztin für Oralchirurgie in Osnabrück
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Schlafen Sie gut? Schnarchen und andere Schlafstörungen

Sehr geehrte Patienten


Vielleicht fragen Sie sich, warum gerade Ihr Zahnarzt wissen möchte, ob Sie gut oder schlecht schlafen, ob Sie schnarchen oder unter Schlafstörungen leiden.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Der erste ist, dass ich als Zahnmediziner selbstverständlich mitverantwortlich für Ihre Gesamtgesundheit bin und ich als Arzt weiß, wie lebenswichtig gesunder und erholsamer Schlaf ist. Er ist Voraussetzung für Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit. Von einem ungestörten Schlaf hängen Ihre Aktivität, Ihre Lebenslust, Ihre gute Laune ab – und auch die Ihres Schlafpartners.

Ein weiterer Grund ist, dass die Zahnmedizin eng mit der Schlafmedizin zusammenarbeitet. Denn für den „Nicht-erholsamen Schlaf“ gibt es viele Unterschiedliche Ursachen, die fast immer interdisziplinar – also fachübergreifend – von mehreren Spezialisten diagnostiziert werden müssen. Das gilt auch für die Therapie, bei der z.B. zahnärztliche Hilfsmittel dazu beitragen können, störende Schnarchgeräusche zu verhindern oder helfen, den Schlaf wieder erholsam zu gestalten.

Sprechen Sie mit mir – in einem persönlichen Gespräch beantworte ich Ihnen gerne Ihre Fragen.

Gesunder Schlaf

Beim „harmlosen“ Schnarchen sind weder Atemaussetzer noch Tagesmüdigkeit festzustellen – aber die Nachtruhe wird durch Schnarchgeräusche gestört.

Mit einer „Schnarchschiene“, die den Unterkiefer nach vorne verlagert, können diese störenden Geräusche unterbunden werden.

Dadurch werden sowohl die Zunge als auch die vorderen Weichteile des Rachens mit nach vorne geführt. Das „leise“ Ergebnis; Der hintere Rachenraum erhält mehr Atemfreiheit.

Die Schlafapnoe

Werden beim Schnarchen zeitweilig Atemaussetzer von mindestens zehn Sekunden Dauer festgestellt und treten diese öfter als fünfmal pro Stunde auf, sprechen Schlafmediziner von einer Schlafapnoe. Der temporäre völlige Verschluss der Atemwege schränkt die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn ein, verursacht unbemerkte Weck-Reaktionen und gesundheitliche Schäden:

  • Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge und des Stoffwechsels
  • Anstieg des Blutdrucks, des Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos
  • Nächtliche Herzrhythmusstörungen
  • Belastende Tagesmüdigkeit, depressive Stimmung, Lustlosigkeit und Sekundenschlaf beim Autofahren
  • Rund 30% aller schweren Verkehrsunfälle sind ursächlich auf Übermüdung durch Schlafstörungen zurückzuführen.

International wurden bisher über 80 Krankheitsformen klassifiziert, deren Ursache Schlafstörungen sind. 10 bis 15 % aller Schlafgestörten leiden unter schweren Formen schlafbezogener Krankheiten. Die obstruktive (zeitweiliger Verschluss der Atemwege) Schlafapnoe ist fast so häufig wie der Diabetes mellitus.

Selbsteinschätzung

  1. Schnarchen Sie jede Nacht – auch ohne Alkohol?
  2. Werden auch Personen in benachbarten Räumen gestört?
  3. Wurden bei Ihnen Atemstillstände im Schlaf beobachtet?
  4. Fühlen Sie sich morgens schlapp und müde?
  5. Erwachen Sie häufiger mit Heiserkeit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen oder einem trockenen Hals?
  6. Bemerken Sie nachlassende Leistungsfähigkeit. Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit?
  7. Haben Sie Ein- und/oder Durchschlafstörungen?
  8. Schlafen Sie häufiger tagsüber ein (z.B. vor dem Fernseher, vor dem Computer, im Kino, bei Vorträgen)?
  9. Werden Sie beim Autofahren leicht müde?
  10. Bemerken Sie eine nachlassende Sexualität?
  11. Leiden Sie an Bluthochdruck, Zuckererkrankung, Herzerkrankung?
  12. Haben Sie chronische Bronchitis, Asthma oder Heuschnupfen?
  13. Nehmen Sie regelmäßig Schlafmittel?
  14. Haben Sie Übergewicht?
  15. Bemerken Sie unruhige Beine, Missempfindungen der Beine besonders vor dem Schlafen?
  16. Haben Sie nachts Sodbrennen, Herzschmerzen oder Atemnot?

Wenn Sie mehr als acht Fragen mit „JA“ beantwortet haben, sollte die Ursache Ihrer Schlafstörung in einem Schlaflabor von einem Schlafmediziner festgestellt werden. Indikationen können gerne mit meiner Hilfe gestellt werden.